Du stehst zum ersten Mal auf dem Court und fragst dich, wie das mit dem Aufschlag, den Wänden und dem Zählen eigentlich funktioniert? Keine Sorge, Padel ist schnell gelernt. In diesem Beitrag erklären wir dir die wichtigsten Regeln einfach und ohne Fachchinesisch. So bist du bereit für deine nächste Stunde auf einer Padelanlage in deiner Region.
Der Aufschlag beim Padel
Der Aufschlag ist beim Padel etwas anders als beim Tennis. Du lässt den Ball zuerst auf dem Boden aufprallen. Erst danach schlägst du ihn.
Wichtig: Du triffst den Ball unter Hüfthöhe. Das ist Pflicht.
Der Aufschlag erfolgt immer diagonal, also über das Feld hinweg in das gegnerische Feld. Landet der Ball nicht im richtigen Feld oder im Netz, hast du einen zweiten Versuch. Erst wenn auch dieser misslingt, ist der Punkt weg.
Tipp für den Einstieg: Übe den Aufschlag ruhig ein paar Mal, bevor es losgeht. Viele Anlagen in der Schweiz bieten Schnupperstunden an, in denen du genau das lernst.
Wände, Netz und Gitter: Was ist erlaubt?
Das Spiel mit den Wänden macht Padel so speziell. Auf deiner eigenen Seite darfst du die Glas Wände jederzeit nutzen, bevor du den Ball zurückspielst.
Auf der gegnerischen Seite sieht es anders aus. Der Ball darf die Wand dort nur berühren, nachdem er zuerst den Boden berührt hat. Direkt von der Luft an die gegnerische Wand zählt nicht.
Noch zwei wichtige Punkte: Das Netz darfst du mit dem Schläger oder dem Körper nicht berühren.
Zählweise: Wie beim Tennis, mit zwei Besonderheiten
Gezählt wird beim Padel grundsätzlich wie beim Tennis. Also 15, 30, 40 und Spiel. Mehrere Spiele ergeben einen Satz, meist braucht es sechs Spiele zum Satzgewinn.
Steht es 40:40, kommt oft der sogenannte Goldene Punkt zum Einsatz. Statt Vorteil und Einstand entscheidet dann ein einziger Punkt über das Spiel. Das macht es spannend und das Match etwas kürzer.
Steht es in einem Satz 6:6, folgt in der Regel ein Tie-Break. Hier wird bis 7 gezählt, mit mindestens zwei Punkten Vorsprung.
Und nicht vergessen: Nach jedem ungeraden Spiel wechselt ihr die Seite. So hat niemand einen dauerhaften Vorteil durch Sonne, Wind oder Lichtverhältnisse.
Häufige Anfängerfehler
- Der Ball wird beim Aufschlag über Hüfthöhe getroffen.
- Spieler vergessen, dass der Ball bei der gegnerischen Wand zuerst den Boden berühren muss.
- Das Netz wird aus Reflex mit dem Schläger berührt.
- Die Seitenwechsel werden vergessen, besonders in engen, spannenden Sätzen.
Die gute Nachricht: Diese Fehler passieren jedem Anfänger mal. Mit ein, zwei Stunden auf dem Platz sitzen die Regeln meist schon viel besser.
Fazit
Padel-Regeln klingen am Anfang nach viel, sind in der Praxis aber schnell verinnerlicht. Aufschlag unter Hüfthöhe, eigene Wände erlaubt, gegnerische erst nach Bodenkontakt, Netz und Gitter tabu, und bei der Zählweise orientierst du dich am Tennis mit Goldenem Punkt und Tie-Break.
Am besten lernst du die Regeln direkt auf dem Platz. Auf padelnavi.ch findest du alle Padelanlagen in der ganzen Schweiz, passende Coaches für den Einstieg, aktuelle Turniere und Ligen, falls du bald selbst mitspielen willst.
Häufige Fragen
Muss der Aufschlag beim Padel immer diagonal sein?
Ja, genau wie beim Tennis spielst du den Aufschlag immer diagonal ins gegnerische Feld. Landet er im falschen Feld, hast du noch einen zweiten Versuch.
Darf ich beim Padel die eigene Wand nutzen?
Ja, deine eigene Glas Wand darfst du jederzeit nutzen, bevor du den Ball zurückspielst. Das gehört zum normalen Spiel dazu und wird mit der Zeit zur Routine.
Was passiert, wenn ich das Netz berühre?
Berührst du das Netz mit dem Körper oder dem Schläger während des Ballwechsels, geht der Punkt automatisch an die Gegner. Dasselbe gilt für eine Berührung des Gitters.
Wie funktioniert der Goldene Punkt beim Padel?
Der Goldene Punkt kommt bei einem Spielstand von 40:40 zum Einsatz. Statt mit Vorteil weiterzuspielen, entscheidet ein einziger Punkt direkt über das Spiel.